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Als ich kurz vor der Ehe den Dildo fand

Ein Sonntagmorgen, so gewöhnlich und vom Restalkohol des Vorabends durchzogen, wie jeder andere, dachte ich...

Doch dieser Morgen sollte anders verlaufen, GANZ anders…
Es begann alles mit einer ungewöhnlichen Entdeckung, gefolgt von dutzenden Fragen, die meinen ohnehin noch vom Gleichgewichtssinn verlassenen Kopf vollständig aus der Bahn warfen, und einer völlig neuen philosophischen Betrachtung der Institution Ehe. Doch fangen wir einmal ganz am Anfang an…
„Angebreitet“ vom Junggesellinnenabschied der letzten Nacht, fiel ich an besagtem Sonntag in mein Bett und schlief prompt ein. Zu einer Uhrzeit, welche vom durchschnittlichen Mitteleuropäer auch als „Mittag“ bezeichnet wird und für gewöhnlich von demselben genutzt wird, um eine Mahlzeit zu sich zu nehmen, erwachte ich. Benommen von der, für meine Begriffe durchaus störenden, Helligkeit meines Zimmers, griff ich routinemäßig zuerst in die Schublade meines Nachttischschrankes…
Und hier erwartete mich die erste Überraschung: Denn anstatt meine Dritten in der Hand zu halten, durfte ich plötzlich eine stolze Silikonnachbildung des männlichen Geschlechtsorgans bewundern – oder kurz: Ich hatte soeben einen Dildo gefunden. Dieser lag komischerweise direkt auf einer Hochzeitseinladung, die ich wohl auf dem Junggesellinenabschien mitgehen lassen habe. Nun wollte ich mich gerade fragen, wie ich in den Besitz eines solchen Werkzeuges komme, als ich bemerkte, dass ich im Bett meiner Lebensabschnittsgefährtin liege und folglich neben mir auch nicht mein Nachttischschrank steht, sondern ihrer. Der ersten Welle der Erleichterung folgte rasch die zweite Welle der Fragen: „Wie viel Sex braucht diese Frau eigentlich? Und wieso hilft sie mit einem Dildo nach, wenn ich ihr nicht reiche? Bin ich wirklich ersetzbar durch ein Stück Silikon? Wenn mir im Bett nicht das geboten wird was ich brauche, schau ich mir einfach das Gina Lisa Sextape an, dabei würde ich aber nie auf Spielzeug zurückgreifen! Aber wenn ich so entbehrlich im Bett bin, warum besteht diese Frau dann auf eine baldige Hochzeit?“ Diese entscheidenden Fragen brachten mich schließlich dazu, meinen Katerkopfschmerzen zum Trotz, einmal tiefgründig über den Sinn der Ehe nachzudenken. Was ist also die Ehe? Hätte man mir diese Frage vor 100 Jahren gestellt, so hätte ich sicher geantwortet: „Ehe nennt man die gesellschaftliche Erlaubnis, die zwei Menschen zur Befriedigung ihres Sexualtriebes erteilt wird.“ Doch in Zeiten von Vibrator und Dildo ist diese Definition wohl hinfällig…
Nach längerem Überlegen stellte ich fest, dass die Hauptgründe der Ehe wohl in zwei Kategorien einzuteilen sind: Die erste Kategorie umfasst dabei wohl die wirtschaftlichen Aspekte, also die finanzielle Absicherung der Partner durch die Ehe sowie die möglichst günstige Aufteilung der Finanzen im Scheidungsfall. Meist haben hierbei die Eltern Einfluss auf die Wahl des Partners, um die Absicherung von „Kategorie 1“ zu gewährleisten. Doch wir beide wurden nicht von unseren Eltern verkuppelt, vielmehr war es eine Beach Party auf Mallorca – damit schien mir klar, dass es wohl noch weitere, nicht so offensichtliche Gründe für die Ehe geben muss. Diese „Kategorie 2“ umfasst den wahrscheinlich ebenso trivialen wie unbewussten Grund der Arterhaltung, also nichts geringerem als der Zusammensetzung der nächsten Generation. Während bei „Kategorie 1“ das Materielle in den Vordergrund rückt und auf das Glück des Einzelnen gesetzt wird, hat „Kategorie 2“ eine bedeutend sozialere Komponente, die erst durch das Zusammenspiel beider Partner erreicht wird, auch wenn diese sich dazu möglicherweise einschränken müssen. Doch der Einsatz des Dildos erfolgt ausschließlich im Sinne ihres Individuums. Da ich aber denke, dass unsere Ehe im Interesse der Arterhaltung geschlossen wird und somit der „Kategorie 2“ zuzuordnen ist, war mir klar, was zu tun war. In unserem Fall läge das gemeinsame Ziel in der Hervorbringung eines nur durch uns möglichen Individuums: Mein Charisma und meine Liebe zu Partys zusammen mit ihrer Schönheit. Klar: Unsere Nachkommen können nur Typen wie Paris Hilton werden. Mit diesen Gedanken im Hinterkopf würde auch ich zum Wohle der kommenden Generation einmal heiraten, auch wenn ich dadurch dann als Feierkönig kürzer treten und die eine oder andere Party ausfallen lassen müsste, stattdesen kann ich mir ja ein T-Shirt bedrucken lassen, auf dem steht: "Früher war ich der Feierkönig, heute bin ich der Leierkönig".

dildo in der ehe


Fazit:
Das große Ziel der Arterhaltung ist im Herz eines jeden Menschen verankert. Hat man dies erst einmal verstanden, ändert sich auch die Liebe: Sie ist dann im Wesentlichen ein speziell auf den Partner ausgerichteter Geschlechtstrieb, der auch nicht durch einen Dildo ersetzt werden kann. Manchmal ist mir alles an meiner Freundin ein Rätsel, doch ich weiß auch, dass es für all dies eine Lösung gibt: die Schwangerschaft. Und hierfür ist nicht der Dildo das Mittel – sondern ich, der Feierkönig höchstselbst. Daher ließ ich in Anbetracht unserer Zukunft den Dildo kurzerhand verschwinden, um die Absicherung der oben genannten kommenden Generation zu gewährleisten. Und so formulierte ich, sozusagen im Einklang mit dem Ausklang des Katers, schließlich der Weisheit letzten Schluss:

Ich bin der Feierkönig,
Drum hört, was ich euch rate:


Ist die Frau mal geil und willig,
Hilft kein Drücken und kein Zögern,
Jetzt heißt’s handeln, ran an den Speck,
Sonst kommt der Dildo und sie’s weg,
Denn bei Dildo-Partner
Sind die Dildos billig.